Wenn man nicht mehr weiter weiß

Verkünder göttlicher Allmacht werden oft Zeugen menschlicher Ohnmacht. Wenn niemand mehr weiter weiß, verkörpern sie die letzte Hoffnung. 

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Gezielt helfen

Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, ist groß. Hilfsorganisationen mobilisieren und koordinieren Helfer und Hilfen nach Bedarf und Verfügbarkeit. 

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Helfer in Not

Wer sich einsetzt, setzt sich aus. Theologen können schnell in die Schusslinie geraten. Genauso schnell wenden sich Kirchen und Kollegen dann ab.

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Die Hilfsstelle für ev. Pfarrer e.V. ist ein Verein zur Unterstützung von Theologinnen und Theologen, die von Mobbing, Versetzung, Abberufung, Entlassung, Burnout, Krankheit, Behinderung, Diskriminierung, Justizwillkür oder politischer Verfolgung betroffene Menschen unterstützen oder selbst betroffen sind. Zu ihren Satzungszielen gehört, einer willkürlichen Handhabung des Rechts in und außerhalb der Kirche entgegenzuwirken und damit einen Beitrag zur Erhaltung des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates zu leisten.

Im 20. Jahr ihres Bestehens möchte die Hilfsstelle ein Gutachten zu Fragen des Pharma-Rechts in Auftrag geben. Dabei geht es um Menschenleben, die möglicherweise davon abhängen, ob die Rechtslage von den beteiligten Akteuren richtig eingeschätzt wird, und zwar in dem Zeitfenster, in dem neue Medikamente entwickelt werden, aber noch nicht zugelassen wurden. Wenn bereits ernsthafte Hinweise existieren, dass sich mit diesen Präparaten lebensbedrohliche Krankheiten erfolgreich behandeln lassen, wer darf sie in dieser Phase unter welchen Umständen bekommen, wer nicht, und wer entscheidet das?

In der Literatur und Kommentierung finden sich Hinweise, dass die deutsche Rechtslage in sich widersprüchlich ist, mit schlimmen Konsequenzen. 2005 und 2009 wurde bei Änderungen des Arzneimittelgesetzes (AMG) von Fachjuristen kritisiert, der Gesetzgeber habe eine verfassungs- und europarechtswidrige Gesetzeslage geschaffen, die Menschenleben kosten werde.

Tatsächlich tauchten in den Jahren danach in den Medien Berichte über tragische Einzelfälle auf, wo Eltern vergeblich darum kämpfen, für ihre Kinder solche Präparate zu bekommen. Ein Vergleich mit anderen europäischen Ländern zeigt zudem, dass solche Medikamente bei unseren Nachbarn manchmal 5 oder 6 Monate früher verfügbar gemacht werden – Monate, die über Leben und Tod entscheiden können. Hinzu kommt ein doppelter Placebo-Effekt: Wo es noch keinen Standard gibt, aber ein neues Präparat wirkt, gehen nicht nur die Studienteilnehmenden in der Kontrollgruppe leer aus, sondern auch alle Nicht-Studienteilnehmer, denn die dürfen nicht besser gestellt sein.

Eine Analyse sollte deshalb zunächst klären, inwieweit dafür die in der Literatur beanstandete Gesetzeslage verantwortlich ist. Hierzu hat die Hilfsstelle 10 Leitfragen und einen Erläuterungstext mit Fakten, Argumenten und Hinweisen aus der bisherigen Diskussion zusammengestellt und auf hilfsstelle.de veröffentlicht. Sie will damit Amtsgeschwister unterstützen, die betroffene Familien betreuen, und zugleich andere Theologen sensibilisieren, die in Ethikkommissionen mit über Pharmastudien entscheiden oder mit Bürgern, Fachleuten oder Politikern im Diskurs stehen.

Interessierte Juristinnen und Juristen werden gebeten, den Aufwand abzuschätzen und senden bitte bis zum 15. 31. März 2016 ein Gebot mit einem Pauschalpreis, dem spätesten Fertigstellungstermin sowie Referenzen (ggf. unter Offenlegung von Verbindungen zur Pharmaindustrie) an die:

Hilfsstelle für ev. Pfarrer e.V.
Pestalozzistraße 5-8
13187 Berlin
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Weiter zum Erläuterungstext 

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