Wenn man nicht mehr weiter weiß

Verkünder göttlicher Allmacht werden oft Zeugen menschlicher Ohnmacht. Wenn niemand mehr weiter weiß, verkörpern sie die letzte Hoffnung. 

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Gezielt helfen

Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, ist groß. Hilfsorganisationen mobilisieren und koordinieren Helfer und Hilfen nach Bedarf und Verfügbarkeit. 

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Helfer in Not

Wer sich einsetzt, setzt sich aus. Theologen können schnell in die Schusslinie geraten. Genauso schnell wenden sich Kirchen und Kollegen dann ab.

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gedeihlichen Wirkens hat es in der Kirche auch immer schon gegeben. Ein Gutachten des kirchenrechtlichen Instituts `Zur Unversetzbarkeit eines Pfarrers´ von 1961 dokumentiert die Rechtsentwicklung im Protestantismus. Es zeigt auf, daß schon im 18. und dann bereits im 19. Jahrhundert die Frage erörtert worden ist, welche Durchbrechungen der Grundsatz der Unversetzbarkeit des Pfarrers duldet. Es setzte sich die Meinung durch, daß in ganz besonderen Not- und Ausnahmefällen eine solche Versetzung möglich sein muß. ... ....

Nun gehen aber die neueren Pfarrgesetze weiter und sehen bei Mangel gedeihlichen Wirkens nicht nur eine Versetzung auf eine andere Pfarrstelle, sondern u.U. auch eine solche in den Ruhestand, bzw. einen dauernden Wartestand vor. ... ...

Daß vom Mangel gedeihlichen Wirkens der Weg ohne weiteres in den Ruhestand führen kann, dies überschreitet eine kritische Grenze! ... ...

Es sei deshalb zum Abschluß folgender Neuordnungsvorschlag gemacht. Die Versetzung mangels gedeihlichen Wirkens sollte stets in eine neue Aufgabe einmünden. Die Zurruhesetzung wegen dieses Mangels dagegen sollte aus dem Kontext der Versetzung ganz herausgenommen werden. Man müßte dann einen ganz eigenen Tatbestand, Versetzung in den Ruhestand wegen mangelnder Eignung´ schaffen, parallel konstruiert zur Versetzung in den Ruhestand wegen gesundheitlicher Dienstunfähigkeit. Es müßte ein ähnlich sorgfältiges Verfahren, nötigenfalls und je nach den Umständen mit theologischen, psychologischen oder gesundheitlichen Gutachten geben. Das Ergebnis dieses Verfahrens müßte ähnlich eindeutig ausfallen, wie es bei der Ruhestandsversetzung wegen gesundheitlicher Dienstunfähigkeit der Fall sein muß. Dies wäre dann zwar auch etwas, was es im staatlichen Recht nicht gibt, aber es wäre - auf seltene Fälle begrenzt - in dieser Form mit den spezifisch kirchlichen Notwendigkeiten begründbar".5

Dieser Neuordnungsvorschlag des OLKR von Tiling wurde jedoch nicht aufgegriffen und es kam nicht zu entsprechenden kirchenrechtlichen Änderungen. Vielmehr führte die Handhabung des Abberufungsrechts in der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Folgezeit zu einer weiteren Verunsicherung innerhalb der Pfarrerschaft. Insbesondere der zuständige Pfarrverein nahm sich dieser Situation an.

Parallel zu der dargelegten Entwicklung in der gesetzlichen Ausgestaltung des Abberufungsrechts und dessen Anwendung im Raum der Evangelischen Kirche im Rheinland kam es zu Ansätzen in der wissenschaftlichen Lehre und staatlichen Rechtsprechung, die die Hoffnung weckten, es könnte zu einer Aufbrechung der bisher gefestigten Rechtsprechung hinsichtlich der Frage kommen, inwieweit einem Pfarrer im kirchlichen Bereich Rechtsschutz durch staatliche Gerichte zu gewähren sei.

Bereits in einem Referat auf dem 9. Deutschen Verwaltungsrichtertag in Braunschweig am 31.05.1989 hatte Prof. Weber für eine gegenüber der derzeitigen Rechtsprechung erhebliche Ausweitung des Rechtsschutzes durch staatliche Gerichte im kirchlichen Bereich geworben.6 Bisher wurde in der Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte das kirchliche Selbstbestimmungsrecht, wie es im Grundgesetz in der Garantie des Artikels 140 GG in Verbindung mit Artikel 137 III WRV zum Ausdruck kommt, betont.

  • [5] von Tiling, "Die Versetzung von Pfarrern, insbesondere 'mangels gedeihlichen Wirkens'", Zeitschrift für Evangelisches Kirchenrecht (ZevKR), Band 43, 1998, S. 55 ff.6)
  • [6]Weber, Neue Juristische Wochenschrift (NJW) 1989, S. 2717 ff.

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