Wenn man nicht mehr weiter weiß

Verkünder göttlicher Allmacht werden oft Zeugen menschlicher Ohnmacht. Wenn niemand mehr weiter weiß, verkörpern sie die letzte Hoffnung. 

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Gezielt helfen

Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, ist groß. Hilfsorganisationen mobilisieren und koordinieren Helfer und Hilfen nach Bedarf und Verfügbarkeit. 

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Helfer in Not

Wer sich einsetzt, setzt sich aus. Theologen können schnell in die Schusslinie geraten. Genauso schnell wenden sich Kirchen und Kollegen dann ab.

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In der Sache unverändert bestimmte danach auch das neue Pfarrdienstgesetz von 1996 in § 84 (1)

"Pfarrerinnen und Pfarrer können im Interesse des Dienstes aus ihrer Pfarrstelle abberufen werden, ....2. wenn ein gedeihliches Wirken in der Pfarrstelle nicht mehr gewährleistet erscheint." [3]

Wenn dann Kirchenjuristen von einer Abberufung "wegen nicht gedeihlichen Wirkens des Pfarrers in der Pfarrstelle" sprachen, so konnte diese Formulierung bereits für die ehrenrührige Beschreibung des unzulänglichen Wirkens eines Pfarrers gehalten und so missverstanden werden. Die Kirchengerichte beteuerten aber stets und hielten verfahrensmäßig daran fest, die Ursachen nicht gedeihlichen Wirkens nicht dem Pfarrer zuzuschreiben. [4]

Dabei drängte sich der Verdacht auf, dass der Weg über die "Ungedeihlichkeit" von den jeweiligen Akteuren deshalb gewählt wurde, weil das der einfachste Weg war, um sich eines unliebsamen Pfarrers zu entledigen.

Anders als im disziplinarrechtlichen Verfahren bedarf es bei einer Abberufung wegen Ungedeihlichkeit kirchengesetzgemäß nicht des Nachweises eines konkreten Verschuldens des Pfarrstelleninhabers. Außerdem besteht auf diesem Weg nicht die theologische Brisanz, die z.B. ein Lehrbeanstandungsverfahren heraufbeschwören würde.

Durch einen im Gesetz eingebauten Automatismus kann die Abberufung eines Pfarrers über den Warte- schließlich in den Ruhestand führen, ohne dass auch nur einmal ein Verschulden des Betroffenen nachzuweisen ist bzw. nachgewiesen wurde.

Die damit gegebene Problematik war seinerzeit noch dadurch verstärkt worden, dass die Möglichkeit einer Abberufung durch eine Umgestaltung des Pfarrerdienstgesetzes für den Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland weitergehend erleichtert wurde.

Unter anderen setzte sich Peter von Tiling, Oberlandeskirchenrat des Landeskirchenamtes Hannover, auf einer Tagung der Mitarbeiter der Zeitschrift für Evangelisches Kirchenrecht am 04.04.1997 äußerst kritisch mit der Entwicklung in diesem Bereich auseinander. Er hielt einen Vortrag zu dem Thema "Die Versetzung von Pfarrern, insbesondere 'mangels gedeihlichen Wirkens'". Ein Schwerpunkt seiner Ausführungen lag auf dem Gesichtspunkt der besonderen Fürsorgepflicht des kirchlichen Dienstherrn und der sich daraus ergebenden grundsätzlichen Unversetzbarkeit des Pfarrers.

Von Tiling stellt dazu fest:

"In der Versetzungsmöglichkeit mangels gedeihlichen Wirkens, wie sie bisher beschrieben worden ist, wird man noch keine unerträgliche Durchbrechung des guten Grundsatzes der Unversetzbarkeit des Pfarrers sehen können. Diese Durchbrechung ist sogar eher zu ertragen als diejenige bei der 10-Jahres-Versetzung. So etwas wie eine Versetzung mangels

  • [3] Kirchengesetz über die dienstrechtlichen Verhältnisse der Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Union (Pfarrdienstgesetz ­ PfDG) vom 15.Juni 1996.- Nur in veränderter Terminologie spricht das inzwischen geltende Kirchengesetz zur Regelung der Dienstverhältnisse der Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche in Deutschland (Pfarrdienstgesetz der EKD ­ PfDG.EKD) vom 10. November 2010 in § 79 (2) 5 und § 80 (1) von "nachhaltige Störung in der Wahrnehmung des Dienstes".
  • [4] Auch heute bestimmt PfDG.EKD § 80 (1): "Die Gründe für die nachhaltige Störung müssen nicht im Verhalten oder in der Person der Pfarrerin oder des Pfarrers liegen."

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