Wenn man nicht mehr weiter weiß

Verkünder göttlicher Allmacht werden oft Zeugen menschlicher Ohnmacht. Wenn niemand mehr weiter weiß, verkörpern sie die letzte Hoffnung. 

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Gezielt helfen

Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, ist groß. Hilfsorganisationen mobilisieren und koordinieren Helfer und Hilfen nach Bedarf und Verfügbarkeit. 

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Helfer in Not

Wer sich einsetzt, setzt sich aus. Theologen können schnell in die Schusslinie geraten. Genauso schnell wenden sich Kirchen und Kollegen dann ab.

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Gerade im Zugehen auf das Reformationsjubiläum 2017 liegt es nahe, die strukturelle Ermöglichung der Willkür durch das bestehende Pfarrdienstgesetz zu überprüfen. Von den Entscheidungsträgern der Kirche sind insoweit einschneidende Änderungen der Kirchengesetze als Früchte der Umkehr zu Christus zu erwarten.

Wer davon überzeugt ist, den Dienst eines Pfarrers beanstanden zu müssen, sollte das nur in Wahrhaftigkeit tun können und die dafür vorgesehenen Wege gehen müssen: Disziplinar- oder Lehrbeanstandungsverfahren.

Ansonsten verdienen Amt und Amtsträger die Rückenstärkung durch die Kirchenleitung.Davon abgesehen müsste eine allenfalls denkbare Ausnahmeregelung die Abberufung von Pfarrern aus einer regulären unbefristeten Pfarrstelle einer eng zu definierenden Situation vorbehalten, die der betreffende Pfarrer nicht verschuldet hat, aber auch nicht ändern kann und die den Dienst in seiner Stelle doch unhaltbar macht.

In solchen Fällen müssten abberufene Pfarrer ausnahmslos unverzüglich mit einem neuen Amt betraut werden bzw. die Abberufung aus der Pfarrstelle müsste unmittelbar als Versetzung in eine neue Stelle erfolgen. Dazu müssten die Kirchenleitungen verpflichtet werden, da hierdurch insbesondere der Strafcharakter der Abberufung und der Anschein, dass man sich durch sie eines Pfarrers entledigen will (Willkürmechanismus), zumindest verringert würde. Eine unmittelbare Versetzung in den Wartestand ­ vgl. zur Zeit PfDG.EKD § 79(2) 5 , § 80 (1) und § 83 (2) - müsste hier jedenfalls generell ausgeschlossen sein. Es ist der Kirche zu wünschen, dass künftig die Möglichkeit ausgeschlossen wird, dass ein Abberufungsverfahren von Gemeindegruppen, die mobben, als Mittel genutzt wird. Auch der Missbrauch durch Kirchenleitungen, die es als Disziplinierungswerkzeug gegen ihnen unbequeme Pfarrer einsetzen, muss ausgeschlossen werden.

(12) Rehabilitierung

Am Horizont der notwendigen und erhofften Umkehr in der Kirche zeichnet sich schon ein wachsender Rehabilitierungsbedarf ab.

Es wäre der Kirche zu wünschen, dass sie beizeiten nach Wegen sucht, die Pfarrer zu rehabilitieren, die für ihr aufrechtes Zeugnis und ihr stellvertretendes Engagement in jahrzehntelangen Verfahren große Opfer gebracht haben und unter deren Auswirkungen noch immer bringen.

Mit ihrem Engagement für Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Recht im Umgang miteinander traten diese Pfarrer für die Grundvoraussetzungen ein, die allen hochfahrenden Vorstellungen von Liebe in der Kirche immer erst vorangehen.

Jetzt sind die abberufenen, in den Ruhestand abgeschobenen Pfarrer durch das Pfarrerdienstrecht nicht nur an der Ausübung ihres Berufes, sondern auch an freier Ausübung anderer beruflicher Tätigkeiten gehindert.

Ihre Ruhestandsbezüge sind eingeschränkt und haben lange nicht den üblichen Satz erreicht. Absenkungen, wie sie für Pfarrer bereits parallel zu den Berufsbeamten vorgenommen wurden, betreffen sie weiter mit, wirken sich aber doppelt hart aus, weil ihre Ruhestandsbezüge ja bereits weit unter den gewöhnlichen liegen.

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