Wenn man nicht mehr weiter weiß

Verkünder göttlicher Allmacht werden oft Zeugen menschlicher Ohnmacht. Wenn niemand mehr weiter weiß, verkörpern sie die letzte Hoffnung. 

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Gezielt helfen

Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, ist groß. Hilfsorganisationen mobilisieren und koordinieren Helfer und Hilfen nach Bedarf und Verfügbarkeit. 

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Helfer in Not

Wer sich einsetzt, setzt sich aus. Theologen können schnell in die Schusslinie geraten. Genauso schnell wenden sich Kirchen und Kollegen dann ab.

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Gemeinde zerrüttet ist oder wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Pfarrerin oder Pfarrer und dem Vertretungsorgan der Gemeinde zerrüttet ist." [34]

Mit anderen Worten: Will ein Pfarrer auf keinen Fall seine Pfarrstelle riskieren, muss er den absurden Versuch unternehmen, eine Verkündigung zu vermeiden, die aneckt, herausfordert, zur Umkehr auffordert, zu der er doch auch beauftragt und verpflichtet ist. Solche Vermeidungsstrategie und Anpassung in der Amtsführung aber muss zwangsläufig zur Anpassung und Entstellung der biblischen Wahrheit selber führen!

Eine kirchengesetzliche Regelung, die eine Bekämpfung und Bestreitung dieser biblischen Wahrheit nicht nur möglich macht, sondern auch fördert und schützt, ist Unrecht in der Verkleidung des Rechtes.

Das gegebene Gesetzesgefüge ermöglicht Willkür und schützt Machtausübung, die nicht an Schrift und Bekenntnis gebunden ist. Die Frage ist unausweichlich, ob es damit nicht selbst schrift- und bekenntniswidrig ist.

Nach reformatorischem Verständnis ist eine gesetzliche Regelung in der Kirche, die im Widerspruch zu Schrift und Bekenntnis steht, auch ungültig. Entscheidungen, die eine solche Regelung zur Anwendung bringen, sind dann ebenfalls ungültig.

Anders gesagt:

Wollen sich kirchenleitende Personen und Mitglieder von Kirchengerichten ­ die in ihren Ämtern alle grundlegend an Schrift und Bekenntnis gebunden sind ­ mit ihren Beschlüssen und Entscheidungen nicht aus dem Raum der Kirche Jesu Christi hinausbewegen, dürfen sie sich genau dann nicht an kirchengesetzliche Vorgaben halten, wenn diese ihrerseits Forderungen aufrichten, zur Geltung bringen oder schützen, die im Widerspruch zu Schrift und Bekenntnis stehen.

Das in den Landeskirchen der EKD geltende Pfarrdienstgesetz bedroht die berufenen Pfarrer mit Abbruch ihres Dienstes auch gerade für den Fall, dass sie ihren Dienst - ihrem Ordinationsgelübde entsprechend - in Bindung an Schrift und Bekenntnis ausüben.Auf dem Rheinischen Pfarrerinnen- und Pfarrertag am 03.11.2014 in Bonn befasste sich die Kirchenoberrechtsrätin der Evangelischen Kirche im Rheinland Iris Döring im Rahmen eines Vortrages u.a. mit dem Abberufungsgrund ("Versetzungsgrund") "Vorliegen einer nachhaltigen Störung in der Wahrnehmung des Dienstes".

Dabei beschrieb sie, dass sich "Regelungen", nach denen in solchem Zusammenhang bei Abberufungen "auch eine Versetzung in den Wartestand oder den vorzeitigen Ruhestand in Betracht" kommen, seit "den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts" finden. In den 30'er Jahren sei dann "eine solche Rechtspraxis in erheblicherem Umfang zu beobachten" gewesen. Die Regelungen seien "aber auch in solchen Landeskirchen angewandt" worden, "die sich dem Zugriff der Deutschen Christen weitestgehend entzogen hatten". "Nach den leidvollen Erfahrungen des Kirchenkampfes" hätten dann "fast alle Gliedkirchen in ihrer Gesetzgebung derartige Wartestandsregelungen" erneuert. Seien diese "während der Zeit des Nationalsozialismus ein missbrauchtes Instrument" gewesen, "um sich missliebiger und nicht regimetreuer Pfarrerinnen und Pfarrer zu entledigen" so hätten sie nun (den neuen

  • [34] zitiert bei Döring, a.a.O., S.16

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