Wenn man nicht mehr weiter weiß

Verkünder göttlicher Allmacht werden oft Zeugen menschlicher Ohnmacht. Wenn niemand mehr weiter weiß, verkörpern sie die letzte Hoffnung. 

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Gezielt helfen

Die Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen, ist groß. Hilfsorganisationen mobilisieren und koordinieren Helfer und Hilfen nach Bedarf und Verfügbarkeit. 

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Helfer in Not

Wer sich einsetzt, setzt sich aus. Theologen können schnell in die Schusslinie geraten. Genauso schnell wenden sich Kirchen und Kollegen dann ab.

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Zum vom Grundgesetz gewährten Selbstbestimmungsrecht der Kirchen gehört auch die Möglichkeit, ihren Pfarrern entsprechenden staatlichen Rechtsschutz einzuräumen.Eine Öffnung müsste nicht zu einer Aufgabe der Ämterautonomie führen, würde jedoch die Transparenz im kirchlichen Bereich fördern.

Vorerst bleibt es jedoch dabei, dass Pfarrer damit rechnen müssen, dass dem kirchlichen Selbstbestimmungsrecht Vorrang vor staatlichem Rechtsschutz eingeräumt wird, selbst da, wo die Kirchen materielle und psychosoziale Willkür (Bestrafung ohne Verschulden) zu einem Bestandteil ihres Rechtssystems machen.

(10) Möglichkeit willkürlicher Mobbingabschiebung von Pfarrern durch kirchengesetzliche Änderungen abschaffen!

Das Bundesverfassungsgericht hat 2008 in der Entscheidung D.Reuter ­ unmittelbar nach eigener Unzuständigkeitserklärung dennoch - das fragliche kirchliche Abberufung-Wartestand-Ruhestand-Verfahren (ohne Schulderhebung) als "von sachgerechten Erwägungen getragen" bewertet.

Einerseits birgt diese Bewertung (s.o. Punkt 5) nach den zwischenzeitlich ergangenen abweisenden Entscheidungen des EGMR die Gefahr einer Instrumentalisierung im Rahmen der weiteren Anwendung des Verfahrens zu Ungunsten der jeweils betroffenen Pfarrer.Andererseits ist die - selbst für nichtjuristische Kenner des Abberufung-Wartestand-Ruhestand-Mechanismus in der Kirche - offenkundige sachliche Unhaltbarkeit der Bewertungen des Verfassungsgerichtes geeignet, die Selbstverantwortung der Kirche an dieser Stelle umso bewusster zu machen.

Mit der fehlerhaften Bewertung des Bundesverfassungsgerichtes ist eine für die Kirche selber dramatische Sachlage offenbar geworden, die eben diese jetzt eigenverantwortlich auf ihre eigene Tagesordnung setzen muss.

Alle Verantwortungsträger in der Kirche, alle engagierten Mitglieder und vor allem die Pfarrvereine sollten darin die ihnen vorgegebene Zielrichtung für das jetzt erforderliche Engagement erkennen.

Es besteht dringender innerkirchlicher Handlungsbedarf.

Was hindert eigentlich die evangelischen Landeskirchen und die EKD daran, unverzüglich daranzugehen, die alle amtierenden Pfarrer bedrohende Möglichkeit kirchengesetzlich abgesicherten Mobbings durch die bestehende Gesetzeskonstruktion, nach der man durch Abberufung ohne Schulderhebung, über eine nachfolgende Versetzung in den Wartestand und dann schließlich eine vorzeitige Ruhestandsversetzung effektiv bestraft werden kann, umgehend abzuschaffen?

Es reicht nicht aus, in jedem Einzelfall neu auf ein lediglich die strukturelle Willkür abmilderndes Urteil eines kirchlichen Verwaltungsgerichtes zu hoffen. Das Übel muss an der Wurzel gefasst werden.

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