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Dieser brachte die Bedeutung, die er einem Rechtsschutz der Pfarrer durch Überprüfung von Abberufungs-, Wartestands- und Ruhestandsverfahren durch staatliche Gerichte zumaß, auch dadurch zum Ausdruck, dass er an einem Verfahren von Pfarrer Dietrich Reuter teilnahm.

D. Die Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Zunächst wandte sich Pfarrer Roland Reuter am 08.11.2004 mit einer Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Unter Berufung auf Art. 6. Abs. 1 der Konvention rügte er, keinen Zugang zu einem Gericht gehabt zu haben. Weder das Verwaltungsgericht, noch das Bundesverfassungsgericht hätten seine Beschwerden geprüft. Die Verwaltungsgerichte hätten dabei zu Unrecht die Meinung vertreten, dass sie für die Überprüfung der streitigen Maßnahmen nicht zuständig seien.

Allein die kirchlichen Rechtsinstanzen hätten die Begründetheit seiner Anträge geprüft, wobei diese Stellen seines Erachtens nicht als "unabhängiges und unparteiisches Gericht" im Sinne des Art. 6 Abs. 1 der Konvention angesehen werden könnten.

Außerdem rügte Pfarrer R. Reuter die Verfahrensdauer (8/96-5/2004, 8 Jahre!) die seines Erachtens gegen die Erfordernisse des Art. 6 Abs. 1 der Konvention verstoßen würde. Er rügte schließlich die fehlende Begründung der zweiten ihn betreffenden Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die ihm umso unverständlicher erschien, da das Bundesverfassungsgericht ihn selbst aufgefordert hatte, zunächst die Verwaltungsgerichte in der Rechtssache zu befassen.

Es folgte sodann Pfarrer Dietrich Reuter mit seinen Beschwerden vom 26.07.2006 und 30.03.2009. Unter Berufung auf Art. 6 Abs. 1 der Konvention rügte Pfarrer D. Reuter die Tatsache, dass er keinen Zugang zu einem Gericht gehabt habe. Dabei legte er dar, dass er auf mögliche vorausgehende Anrufungen der Verwaltungsgerichte verzichtet habe. Diese hätten keine Aussicht auf Erfolg gehabt, wie das Verfahren seines Bruders belegt habe. Er trug dazu außerdem vor, dass das BVerfG seinerseits die diesbezügliche Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte bestätigt habe, indem es seine eigene, zweite Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung annahm, selbst wenn es in der Begründung zur Nichtannahme hilfsweise hypothetisch über die Begründetheit dieser Beschwerde geurteilt habe.

Pfarrer D. Reuter legte dar, dass nach seiner Ansicht die einzige Institution, die die Begründetheit seiner Beschwerde tatsächlich geprüft habe, die Verwaltungskammer der Kirche gewesen sei, die seines Erachtens aber nicht als "unabhängiges und unparteiisches Gericht" im Sinne des Art. 6 Abs. 1 der Konvention angesehen werden könne.

Außerdem fügte er hinzu, dass er erst in der Mitte seines Berufslebens gestanden habe und für seine Frau und die drei Kinder sorgen müsse. Nach seiner Versetzung in den Wartestand, durch die eine Kürzung seiner Bezüge um 25 % erfolgt sei, habe er durch die anschließende Versetzung in den Ruhestand eine Kürzung seiner Bezüge um effektiv 42% auf 58 % seines ursprünglichen Pfarrgehaltes hinnehmen müssen.

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